Neue Kadampa-Tradition (NKT) · Kadampa Buddhismus · Moderner Buddhismus · Kadampa Meditationszentren (KMC)

Überblick

Ornament

Die Neue Kadampa Tradition (NKT) ist ein anerkannter gemeinnütziger Verein[1] und eine weltweite buddhistische Organisation, die 1991 von Geshe Kelsang Gyatso in England gegründet wurde. Im Jahre 2003 wurden die Worte „International Kadampa Buddhist Union“ dem Namen hinzugefügt. Seitdem ist sie unter dem Namen Neue Kadampa Tradition - International Kadampa Buddhist Union (NKT-IKBU) bekannt.

Die NKT ist nicht unumstritten.[2] Gründung und Geschichte der NKT sind von Spaltung und Kontroversen gekennzeichnet. Auch wurde der Vorwurf, die Neue Kadampa Tradition sei eine typische „Sekte“ erhoben.[2b] Seit dem Jahr 2011 wirbt die NKT für sich mit Slogans wie „Meditieren in [Stadtname]“ oder Begriffen wie „Moderner Buddhismus“ und „Kadampa Meditationszentren“ (KMC).

Inhaltsverzeichnis

Gründer und Entstehungsgeschichte

Geshe Kelsang Gyatso

Kelsang Gyatso – Quelle der Inspiration für seine westlichen Schüler.

Geshe Kelsang Gyatso ist ein tibetischer Lehrer, buddhistischer Mönch und Gelehrter, der nach der Flucht aus Tibet seine buddhistischen Studien am Sera Je College in Buxar, Indien forsetzte. Lama Thubten Yeshe und Lama Zopa Rinpoche, zwei Gelug Tulkus, besuchten ihn 1976 in Mussourie, Indien und luden Geshe Kelsang nach England ein.[3] Lama Yeshe bat ihn an einem seiner FPMT-Zentren, dem Manjushri Institute in Ulverston[4], England zu lehren. Dazu wurde der Rat des Dalai Lamas eingeholt.[5][6] 1977 kam Geshe Kelsang in Ulverston mit seinem Übersetzer an und begann das Allgemeine Programm zu unterrichten.[7]

Gemäß der NKT erfolgte die Einladung mit Hilfe von Trijang Rinpoche[8][9], dem Hauptlehrer Geshe Kelsangs und Lama Yeshes. Geshe Kelsang erklärte später, dass Trijang Rinpoche ihn gebeten habe, nach England zu gehen, um Shantideva’s „Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattva“, Chandrakirti’s „Leitfaden für den Mittleren Weg“ und Lamrim zu unterrichten und dann zu entscheiden, ob es irgendeinen Nutzen hätte zu bleiben.[10]

Lama Thubten Yeshe, der spiritueller Leiter des Manjushri Instituts war, lud 1979 einen weiteren Gelug Gelehrten, Geshe Jampa Tekchok, ein. Dieser sollte ein 12jähriges Geshe Studienprogramm im Manjushri Institute lehren, das von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama geprüft und bestätigt worden war. 1982 wurde Geshe Jampa Tekchok zum Abt vom Kloster Nalanda in Frankreich berufen und danach zum Abt vom Kloster Sera, Indien. Von 1982 bis 1990 wurde deshalb das Geshe Studienprogramm von Geshe Konchog Tsewang geleitet.[11]

Geshe Kelsang gab im Allgemeinen Programm auch tantrische Einweihungen, die es im Geshe Studienprogramm nicht gab. Dadurch wurden die Teilnehmer enger an Geshe Kelsang gebunden, als die Schüler im Geshe Studienprogramm an Geshe Jampa Tekchok bzw. Geshe Konchog Tsewang. Später warfen FPMT Studenten Geshe Kelsang „zynische Manipulation“ von Studenten und „Herstellen ihrer Gefolgschaft und Ergebenheit“ mittels der Praxis des Guru-Yoga vor.[12]

Nachdem Geshe Kelsang seine Lehrtätigkeit 1977 am Manjushri Institute aufgenommen hatte, begannen er und seine Schüler parallel dazu, eigene Zentren, wie z.B. das Madhyamaka Centre in York (1979) und das Instituto Dharma in Menorca, Spanien, (1981) zu gründen. Insgesamt waren es bis 1990 15 Zentren, die in England und Spanien gegründet wurden.[13]

Mit der Gründung des Zentrums in York 1979 entwickelte sich ein Konflikt zwischen Geshe Kelsang und Lama Yeshe.[14] Geshe Kelsang wurde gebeten zurückzutreten, so dass ein anderer Geshe, der mehr den FPMT Zielen verpflichtet ist, seine Funktion übernehmen kann.[14] Aber viele Studenten Geshe Kelsangs schrieben daraufhin Bittbriefe und baten Geshe Kelsang zu bleiben und sie zu unterrichten. Auf der Basis dieser Bittbriefe, entschied sich Geshe Kelsang, nach eigener Aussage, zu bleiben.[14] Seit 1981 bestand dann schließlich die Geschäftsleitung des Manjushri Institute hauptsächlich aus den engen Schülern Geshe Kelsangs, die als die „Priory Group“ bekannt waren.[14] Nach Kay’s Forschungen zur NKT wurde die Priory Group zunehmend unzufrieden mit der Art der zentralen Organisation der FPMT-Führung und fühlte sich von ihr nicht verstanden und übergangen.[14] Der Konflikt konnte nicht wirklich gelöst werden und Lama Yeshes Versuche, seine Autorität über das Zentrum zurückzugewinnen, blieben erfolglos. 1983 entwickelte sich dann ein offener Konflikt zwischen der Priory Group und der FPMT-Administration.[14] Dieser Konflikt wurde im Februar 1984 durch das Büro Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama in London mediert.[14] Allerdings blieb der Konflikt letztlich weiterhin ungelöst. Lama Yeshe starb im März 1984, und seine Vision, die er mit dem Manjushri Institute verband, konnte keine Früchte tragen. Schließlich verlor auch die FPMT das Interesse und sah die Lösung der Situation als einen „fruchtlosen Fall“.[14]

Seitdem entwickelte sich das Manjushri Institute hauptsächlich unter der Führung Geshe Kelsangs und die FPMT wurde in der Zentrumswerbung nicht mehr erwähnt.[14] Obwohl sich die beteiligten Seiten in den folgenden Jahren noch viele Male trafen, konnte keine Einigung erzielt werden, die beiden Seiten gerecht wurde. Nach Kay war

die Entschlossenheit von Geshe Kelsang und der Priory Group sich von der Mutterorganisation (FPMT) zu trennen kompromisslos, eine Position, die sich in den folgenden Jahren noch mehr verhärtete.[14]

Kuten Lama

Choyang Duldzin Kuten Lama – Onkel von Kelsang Gyatso und Orakel von Dorje Shugden auf dem Gelände des Conishead Priory (Manjushri Institute) in Ulverston, England. Er trat dem Sera Je College im Alter von 15 Jahren bei, studierte jedoch nicht zusammen mit Kelsang Gyatso. Kuten Lama gab seine Anrufung und Verehrung von Dorje Shugden 1995 auf. Zu dieser Zeit traf er den Dalai Lama in Dharamsala und versprach ihm, die Shugden Verehrung zu beenden.

Geshe Kelsang führte von 1987-1990 ein Drei-Jahres-Retreat in Dumfries, Scotland durch und bat Geshe Losang Pende vom Ganden Shartse Kloster das Allgemeine Programm in seiner Abwesenheit zu lehren, während Geshe Konchog Tsewang fortfuhr, das Geshe Studienprogramme am Manjushri Institute (Conishead Priory) zu lehren. Verschiedene Lamas, einschließlich Lama Zopa Rinpoche, wurden immer noch eingeladen. Speziell der Besuch von Lama Zopa Rinpoche 1988 „ist bedeutsam, da er die fortgesetzte Hingabe der Studenten zu diesem Lama und ihren Wunsch, die Negativität, die aus der Spaltung mit der FPMT in der Vergangenheit entstand, hinter sich zu lassen, zum Ausdruck bringt.“[15] 1988 und 1990 besuchte auch der Onkel von Geshe Kelsang, Ven. Choyang Duldzin Kuten Lama – das Orakel von Dorje Shugden – das Manjushri Institute. Vor dieser Zeit waren Song Rinpoche, Geshe Lhundup Sopa, Geshe Rabten, als auch andere Lamas, wie Ajahn Sumedho und Thich Nhat Hanh Gäste und lehrten am Manjushri Institute.

Geshe Kelsang vertrat im Gegensatz zu Lama Yeshe einen exklusiven Ansatz in der Praxis des Buddhismus und teilte den offenen und andere Dinge mit einschließenden Ansatz Lama Yeshes nicht. Er kritisierte Lama Yeshes Sichtweise diesbezüglich im Manjushri Institute und betonte die Gefahr einer zunehmende „Korruption der Geluglehren“, durch einen offenen, andere buddhistische Traditionen mit einschließenden Ansatzes, wie ihn Lama Yeshe und der Dalai Lama vertraten. Für ihn bestand die Gefahr, dass dadurch die Tradition der Gelugpas „verunreinigt“ würde und „degenerierte“. Für diesen exklusiven Ansatz steht seit Pabongkha Rinpoche auch die Dorje Shugden Praxis, die zu dieser Zeit vom Dalai Lama öffentlich als sektiererisch gebranntmarkt wurde und von der er dringend abriet.

Mit der Zeit änderte sich durch den stark exklusiven Ansatz Geshe Kelsangs, die hochflammende Polarisation um die Dorje Shugden Praxis – die Geshe Kelsang im Gegenzug immer mehr betonte – und den befürchteten „Mischmasch“ der Traditionen die Wahrnehmung Geshe Kelsangs von sich selbst und seinen Zentren gegenüber der Gelug Schule auf dramatische Weise und er entwickelte die Überzeugung, dass er die Tradition von Je Tsongkhapa nur dadurch auf reine Weise aufrecht erhalten könne, indem er sich „von der degenerierten Welt des Tibetischen Buddhismus, besonders der Gelug Schule, trennt.“[16] „Diese wahrgenommene Degeneration dehnte sich bis zu den höchsten Lamas der Gelug Schule aus und so wurde schließlich auch die Verehrung des Dalai Lama aktiv unterbunden.“[16] „Diese Perspektive verhärtete sich sogar noch mehr und die entscheidende Veränderung scheint sich kurz nachdem er 1990 aus dem Retreat kam, vollzogen zu haben, als er begann neue und radikale exklusivistische Standpunkte und Handlungsdirektiven in seinen Zentren zu etablieren. Er kam zu dieser Zeit zur Überzeugung, dass ihm eine zentrale Rolle bei der Bewahrung von Tsongkhapas Tradition in der modernen Zeit zukam.“[17]

Durch diese verhärtete, exklusivistische Perspektive wurde Inhalt der neue Zentrumspolitik in den Zentren Geshe Kelsangs, dass sich seine Schüler nur noch auf ihn als alleinigen spirituellen Lehrer (Wurzel-Lama) verlassen sollen und nur noch seine Bücher lesen sollten – um seine Lehren, die er als identisch mit den denen von Tsongkhapa sieht, rein zu halten und nicht zu vermischen. Um diese umsetzen zu können, schuf er u.a. das Lehrerausbildungsprogramm und beauftragt ihm ergebene Schüler, seine Bücher zu lehren. Dieser Prozess – Geshe Kelsang Gyatso als alleinige buddhistische Autorität für seine Schüler zu etablieren – wurde weiter vorangebracht, indem sich Geshe Kelsang 1990 gegen das Geshe Studienprogramme aussprach[18] und stattdessen sein eigenes neues Studienprogramm empfahl. Auf diese Weise untergrub er das Geshe Studienprogramm. 1991 ging dann Geshe Konchog Tsewang, der bis 1990 das Geshe Studienprogramm geleitet hatte, zurück an das Gyuto Kloster in Indien. Die berühmte Bibliothek des Manjushri Institutes, mit über 3000 Büchern, zusammengetragen von Lama Yeshes Schülern und Manjushri Institute Bewohnern, ließ er auflösen und entfernen, einschließlich Bücher der Gelug Schule.[19][20] Ebenso wurden in den Meditationsräumen und Zentren Geshe Kelsangs alle Bilder des Dalai Lama entfernt, da er von Geshe Kelsang als eine Person wahrgenommen wird, die „den reinen Dharma“ zerstöre und sich als alleiniger Führer aller tibetisch-buddhistischen Traditionen etablieren wolle.[21][22]

Gründung der Neuen Kadampa Tradition

Logo Kadampa Buddhism, Modern Buddhism

Überarbeitetes Logo der Neuen Kadampa Tradition / Kadampa Buddhismus. Im ursprünglichen Logo der NKT stand ‚Neue Kadampa Tradition‘ zwischen den Linien wo nun ‚Kadampa Buddhismus‘ steht.

„Durch das erfolgreiche Ausnutzen einer Gesetzeslücke fiel schließlich das Anwesen des Manjushri Institute unter die alleinige Kontrolle der Priory Group.“[14] Innerhalb eines Jahres entwickelte die Priory Group, hauptsächlich bestehend aus den engsten Schülern Geshe Kelsangs, eine neue Satzung[23], die als Grundlage für die Gründung der NKT im Jahre 1991 diente. Das Manjushri Institute wurde umbenannt in Manjushri Mahayana Buddhist Centre.[14]

David N. Kay kommentiert dieses Ereignis wie folgt:[24]

So war die Gründung der NKT im Jahre 1991 schließlich ein schismatisches Ereignis, das die formale Trennung von Geshe Kelsang und seines Netzwerkes von Zentren von der degenerierten religiös-politischen Welt des tibetischen Gelug Buddhismus markiert. Dieses wurde durch seinen radikal-exklusiven Glauben angespornt, dass die Gelug Schule nun selbst eine Hauptbedrohung für die Fortsetzung der Tradition von Tsong Khapa in der modernen Welt geworden ist, und dass er die Reinheit der Lehren nur dadurch schützen könne, indem er alle Verbindungen mit ihr durchschneidet. In Bezug auf seine Kritik an der Praxis und den Überzeugungen der Gelugpas ist er fest im exklusiv orientierten Strang der Gelug Tradition verwurzelt, vor allem wie sie durch Phabongkha Rinpoche repräsentiert wurde. Die Tatsache, dass der Gelug Exklusivismus zum Extrem führte, eine neue und unabhängige religiöse Bewegung zu gründen kann als Neuerung gesehen werden oder als Abweichen von der Tradition.

Das Manjushri Mahayana Buddhist Centre wurde Hauptsitz der Neuen Kadampa Tradition und wurde später in Manjushri Kadampa Meditation Centre umbenannt.

Mit der Gründung der Neuen Kadampa Tradition (NKT) durch Geshe Kelsang Gyatso, konnte er seine eigene Schule des Buddhismus gründen, die nach seiner Ansicht „generell den Lehren und dem Beispiel Je Tsongkhapas folgt“[8] und gab damit seinen Schülern mit der Gründung der NKT eine neue Identität. Gleichzeitig konnte sich so die NKT von der tibetisch-buddhistischen Tradition, der Gelugpas, aus der Geshe Kelsang stammt, abnabeln und unterscheiden. Dadurch schuf er die Basis, dass die NKT eine westliche, von den lebenden Autoritäten des tibetischen Buddhismus unabhängige Organisation wurde, deren „spirituelle Autorität später ausschließlich auf ihn konzentriert werden konnte“.[25]

Die NKT beschrieb sich selbst als „vollständig unabhängige buddhistische Tradition mit keinerlei politischer Zugehörigkeit“[26], „die besonders für die Bedürfnisse und Wünsche der modernen westlichen Welt geeignet“ sei.[27]

Kay kommentiert dies wie folgt:[24]

Indem die Bewegung so definiert wird, behauptet sie nicht nur einfach, dass sie den Buddhismus, angepasst für den Westen repäsentiert, sondern ist bestrebt, die eigene Trennung von der tibetischen Gelug Schule zu unterstreichen und betont die Ansicht, dass nun der Westen – via NKT – der Beschützer und Hüter der reinen Tradition Tsong Khapas in der modernen Welt ist. Vom Standpunkt der NKT aus, hat Geshe Kelsang eine einzigartige Rolle in der Übertragung der reinen Lehren Tsong Khapas gespielt und es wird jetzt geglaubt, dass die Organisation und Studienstrukturen, die er im Westen schuf, eine Tradition beschützt und bewahrt, die im ursprünglichen östlichen Kontext quasi untergegangen ist.

Die NKT beschrieb die Rolle Geshe Kelsangs im Westen wie folgt:[27]

Die Menschen nennen Je Tsongkhapa den Zweiten Buddha, nicht weil er Buddha Shakyamuni ersetzt hat, sondern weil er die essentiellen Lehren des Buddha wiederhergestellt hat und aufzeigte, wie man sie in unreinen Zeiten praktizieren kann. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, müssen wir sagen, dass Geshe Kelsang Gyatso der Dritte Buddha ist, weil er nochmals die essentielle Reinheit von Buddhas Lehre wiederherstellte und zeigte, wie man sie in extrem unreinen Zeiten praktiziert.

Bis zum Jahr 2011 präsentierte und bewarb die NKT sich als Kadampa Buddhismus, NKT Tempel wurden Kadampa Tempel genannt. Zentren hatten Namen wie “Dipankara Zentrum für Mahayana Buddhismus Berlin”. Die NKT schrieb über sich:

Kadampa-Buddhismus ist eine altehrwürdige Tradition, die den Menschen überall auf der Welt seit Jahrhunderten Buddhas Unterweisungen und Meditationsübungen zugänglich macht. Um ein Fahrzeug für die Förderung des Kadampa-Buddhismus in der Welt zu schaffen, hat Geshe Kelsang Gyatso die Neue Kadampa Tradition, die Internationale Union der Kadampa-Buddhisten, gegründet. Sie ist eine Vereinigung von buddhistischen Zentren und Praktizierenden, die ihre Inspiration und Anleitung aus dem Beispiel der alten Kadampa-Meister ziehen und ihre Unterweisungen aus den Präsentationen von Geshe Kelsang Gyatso erhalten. Die Neue Kadampa Tradition (NKT) ist eine internationale Nonprofit-Organisation, die in England als gemeinnütziger Verein registriert ist.[28]

Die NKT betrachtet und präsentiert sich zudem als Nachfolger bzw. die Fortsetzung der alten Kadampa Tradition des Meisters Atisha. Dies macht sie dadurch deutlich, dass sie ihre Präsentation Kadampa Buddhismus nennt und den Kadampa Buddhismus mit der altehrwürdigen Kadampa Tradition (10. Jahrhundert in Tibet) gleichstellt:

Kadampa Buddhismus ist eine Schule des Mahayana-Buddhismus, die von dem großen indischen buddhistischen Meister Atisha (982-1054 v.C.) gegründet wurde … Die großen Kadampa-Lehrer sind nicht nur für ihre große Gelehrtheit bekannt, sondern auch für ihre spirituelle Praxis von unglaublicher Reinheit und Aufrichtigkeit … Sie verbreitete sich über einen Großteil Asiens und jetzt über viele Länder der westlichen Welt … Durch die Aktivitäten und Widmungen des angesehenen buddhistischen Meisters, des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso, hat sich der Kadampa-Buddhismus in den vergangenen Jahren in vielen Ländern verbreitet. Geshe Kelsang hat unermüdlich daran gearbeitet, den Kadampa-Buddhismus weltweit zu verbreiten, indem er ausführliche Unterweisungen gegeben, viele tiefgründige Texte über Kadampa-Buddhismus geschrieben und die Neue Kadampa Tradition, die Internationale Vereinigung der Kadampa-Buddhisten, gegründet hat.[29]

Alle Zentren der NKT und ausschließlich NKT Zentren sind Mitglieder der Neuen Kadampa Tradition, Internationale Vereinigung der Kadampa-Buddhisten.

Seit dem Jahr 2011 präsentiert und bewirbt die NKT ihre Buddhismus-Präsentation als Moderner Buddhismus und nennt ihre Zentren Kadampa Meditationszentrum (Kadampa Meditation Center (KMC)). Der Umbau der Selbst-Präsentation ging einher mit dem weltweiten Erwerb von Domains unter den Namen „www.meditatein…“ [London, Copenhagen, etc.] bzw. in Deutschland www.meditieren-lernen.de.

Kadampa Meditations Zentrum Berlin Meditation Moderner Buddhismus

Kadampa Meditationszentrum Berlin – beworben via „Meditation“ und „Moderner Buddhismus“

Das Kadampa Meditationszentrum Berlin steht unter Leitung von Gen Kelsang Ananda (Markus Rehnert), Mitorganisator und Pressesprecher der Western Schugden Society und International Shugden Community, die in den Jahren 2008–2016 Agit-Prop Proteste gegen den Dalai Lama durchführten.

Wachstum und Verbreitung

Die Neue Kadampa Tradition wuchs rasch. Nach eigenen Angaben gründete sie bis zum Jahre 2006 weltweit über 1000 Zentren und Gruppen[30], unter anderem in Europa, Asien, Nord-, Zentral- und Südamerika und Südafrika.

Davon sind ca. 250 Zentren als eigenständige Vereine mit festem Wohnsitz organisiert und werden innerhalb der NKT als Hauptzentren bezeichnet. Die meisten Orte jedoch (ca. 750) sind vorübergehend angemietete Räume oder auch Räume in Wohnungen von NKT Anhängern. Diese werden von der NKT als Zweigzentren bezeichnet.

In den Hauptzentren ist meist ein NKT-Lehrer ansässig und es wird dort mindestens eines der drei NKT Lehrprogramme angeboten. Meist wohnen dort auch Anhänger der NKT als Mieter.

In den Zweigzentren werden monatlich oder wöchentlich Meditationen oder Vorträge angeboten. Sie dienen vor allem dazu, Buddhismusinteressierten einen Kontakt zur NKT zu verschaffen.

Das enorme und schnelle Wachstum der NKT führt David N. Kay auf einen „missionarischen Drang“[31] zurück. Er führt aus:

„NKT Studenten in Großbritannien, die Geshe Kelsangs ‚Lehre der vom Glück Begünstigten‘ begegneten haben die Verantwortung ‚dabei zu helfen, seine kostbaren Lehren in jede Ecke dieser Welt zu verbreiten‘[32]“. Dies wird erreicht „indem Zentren im Ausland aufgebaut werden und dort unterrichtet wird, indem seine Bücher gesponsort werden und in nicht-englische Sprachen übersetzt werden oder einfach indem das Wachstum der Zentren finanziell unterstützt wird.“[31]

Weiter erklärt Kay:

gemäß NKT Literatur heißt es, während alle (drei) Buddha Shakyamuni, Tsong Khapa und Geshe Kelsang ‚denselben Dharma in dieser Welt eingeführt haben‘, ist der außerordentliche Beitrag des letzteren, ‚die Strukturen zu schaffen, die sicherstellen, dass sich dieser kostbare Dharma auf der ganzen Welt verbreiten wird‘[33]. Als ein anderes Schlüsselelement des Wachstums der Organisation wird ihre Veröffentlichungsaktivität betrachtet. Da einer der häufigsten Wege, wie Menschen auf die NKT aufmerksam oder von ihr angezogen werden, das Lesen der Bücher Geshe Kelsangs ist, wird es als unbedingt notwendig erachtet, sie in jeder Sprache zu veröffentlichen und zu ermöglichen, dass man sie ‚in jedem Buchladen auf der Welt erhält‘[34].[31]

Die Bücher von Geshe Kelsang und die religiösen Texte der NKT werden im deutschsprachigen Raum vom Tharpa Verlag veröffentlicht, in englischen Sprachraum von Tharpa Publications.

Ein weiteres bedeutendes Element in der Öffentlichkeitsarbeit der NKT stellt das Internet dar. So schuf die NKT bereits frühzeitig umfangreiche und attraktive Internetpräsenzen, die inhaltlich aufeinander abgestimmt sind. Die Öffentlichkeitsarbeit wird als insgesamt hoch professionell betrachtet. Bei der NKT handelt es sich um ein durch und durch auf sich selbst verweisendes System.[35] Es wird stets auf andere NKT Zentren, ihre Internetseiten und die Bücher Geshe Kelsangs verwiesen und letztere wiederum verweisen dann auf die Bücher Geshe Kelsangs, NKT Zentren und ihre Internetpräsentationen. Die vollständige Abhängigkeit von einer einzelnen charismatischen Person ist im Tibetischen Buddhismus unüblich.[35]

Um das Gründen neuer Zentren zu unterstützen hat die NKT einen „New Centres Development Fund“[8] geschaffen. Aus diesem Fond werden nach der Gründung neuer Zentren, Miete und Kosten für die NKT Lehrer bezahlt, bis die NKT Studenten vor Ort die Kosten übernehmen. Generell tragen die lokalen NKT Zentren und deren Direktoren alle finanziellen Risiken und alle Gewinne müssen an den Tempel Fond (Temple Fund) der NKT überführt werden. Mit diesen Mitteln werden dann NKT-Tempel („Kadampa Tempel“) gebaut.

Diese „Kadampa Tempel“ oder „Tempel für den Weltfrieden“ bzw. „Buddhistische Kadampa Tempel“[36] entstanden in Großbritannien und ebenso in Kanada, den USA und Spanien. Zur Zeit entstehen Tempel in Brasilien, Australien und Italien. Auch in Deutschland ist ein NKT-Tempel geplant. „Die Vision ist, in jeder größeren Stadt der Welt einen Kadampa-Tempel zu bauen.“[36]

Verstärkt wird sich auch dem Bau von Hotels gewidmet, so wurde in Spanien bereits das „Hotel Kadampa“ gebaut.[37] Es ist geplant, „Kadampa Tempel“ bzw. NKT Zentren mit dem Hotelgewerbe zu verbinden. So wurde in Italien ein weiteres Hotel Kadampa genaut, das auch als Meditations-Zentrum fungiert.[38]

Im Oktober 2006 konnte die Neue Kadampa Tradition das Anwesen Schloss Sommmerswalde – der sogenannte „Kleine Reichstag“ – in Schwante, im Bundesland Brandenburg – für einen Kaufpreis von weit über 1 Mio. € erwerben. Zur Zeit wird es zum „KMC Germany“ (Kadampa Meditations-Zentrum Deutschland) ausgebaut.

Überlieferungslinie

Gemäß der NKT sind die wichtigsten Lehrer ihrer Überlieferungslinie:

  1. Buddha Shakyamuni
  2. Atisha
  3. Je Tsongkhapa
  4. Pabongka Rinpoche
  5. Kyabje Trijang Dorjechang
  6. Geshe Kelsang Gyatso

Lehrgrundlagen und Lehrprogramm

Die Lehre der NKT basiert auf einer Auswahl von Gelug Lehren, die Geshe Kelsang Gyatso für seine Schüler lehrt und in Büchern zusammenfasst. Studiert werden ausschließlich Bücher und Erklärungen Geshe Kelsangs.

Während früher NKT Studenten explizit angehalten wurden, keine anderen Texte zu lesen, sagte Geshe Kelsang in den letzten Jahren, dass seine Schüler auch andere Texte lesen könnten – was einige NKT Anhänger auch tun. Durch das starke Betonen der „Reinheit der eigenen Schule“ und der „Gefahr des Vermischens“, verbunden mit der Ansicht, dass alles was man für den spirituellen Pfad bräuchte „in Geshe las Büchern drin“ sei sowie „vertrauensvolle Schüler“ „alles“ was sie bräuchten seinen Büchern entnehmen könnten, ensteht eine Dynamik, die zur Selbstzensur verbunden mit Angst- und Schuldgefühlen führen kann – nämlich, „den reinen Dharma“ (der NKT) durch „Mischen“ (mit Nicht-NKT Erklärungen oder Texten) „zu zerstören“ und so „zahllosen Lebewesen zu schaden“ – die es emotional und praktisch unmöglich machen können, tatsächlich nicht-NKT buddhistische Texte zu studieren.

Die NKT setzt ihren Schwerpunkt auf die Praxis des Lamrim und die Praxis der Wertschätzung anderer. Die NKT betrachtet ihre Präsentationsform als der modernen westlichen Kultur angepasst und praktiziert eine Vereinigung von Sutra und Tantra.

Geshe Kelsang Gyatso hat drei Studienprogramme geschaffen:

  • Das Allgemeine Programm,
  • Das Grundlagenprogramm und
  • Das Lehrerausbildungsprogramm.

Eines oder mehrere dieser Programme kann man an allen Zentren der Neuen Kadampa-Tradition studieren. Als Lehrer in der NKT sind ausschließlich Schüler Geshe Kelsangs zugelassen. Sie sind verpflichtet am Lehrerausbildungsprogramm teilzunehmen und ausschließlich seine Bücher oder was er gelehrt hat zu unterrichten. Ohne Zustimmung der NKT darf keine Person ein Buch zum Buddhismus schreiben. Seit Gründung der NKT bis zum Jahr 2017 ist kein Buch zum Buddhismus von einem NKT Lehrer verfasst worden, wer das versuchte, wie z.B. Nick Gillispie, wird mit Klagedrohungen und Ausschluss daran gehindert. Als generelle Qualifikation für NKT Lehrer wird „Vertrauen“ genannt. Höchstens 1-2 Personen sollen das NKT Lehrerausbildungsprogramm der NKT abgeschlossen haben. Die meisten NKT Lehrer unterrichten bereits nach 2 Jahren der Gefolgschaft – mitunter auch schon nach 6 Monaten. (Näheres zur Qualifikation von NKT Lehrern und zu Urheberrechtsansprüchen der NKT hier.)

Ordination

Die Ordination in der NKT basiert auf den fünf Laiengelübden der Pratimoksha, inklusive Zölibat. Sie zählt gemäß der Pratimoksha zur Laienordination (6. Typ eines Laienordinierten). Die fünf weiteren Regeln sind verschieden von den Regeln für Mönche und Nonnen, wie sie in der Vinaya und den Pratimoksha Sutras für buddhistische Mönche und Nonnen beschrieben werden. Es sind sind positive Vorsätze, wie z.B. der Vorsatz, „Zufriedenheit zu praktizieren“.

Bis ca. Ende 2013 ordinierte Geshe Kelsang alle seine Schüler persönlich[54]. NKT Mönche und Nonnen erhalten folgende Regeln:[55]

Das Aufgeben von

  1. Töten
  2. Stehlen
  3. sexuelles Verhalten
  4. Lügen
  5. Rauschmittel nehmen

Die Vorsätze

  1. Zufriedenheit (zu) praktizieren
  2. Verlangen nach weltlichen Vergnügen (zu) reduzieren
  3. aufgeben sich in bedeutungslosen Aktivitäten zu engagieren
  4. die Gelübde der Zuflucht zu bewahren
  5. die Drei Höheren Schulungen (Ethik, Konzentration, Weisheit) zu praktizieren

Gemäß Bluck wird ein Ordinierter, der diese Regeln bricht, für mindestens ein Jahr aus dem Zentrum ausgeschlossen und kann dann um Erlaubnis fragen, wieder ordinieren zu dürfen.[56]

In der NKT gibt es vier vollordinierte Mönche: Geshe Kelsang Gyatso, Losang Wangchuck (auch bekannt als Losang Kelsang, ein früherer designierter Nachfolger Geshe Kelsangs), Kelsang Tharpa (der über 20 Jahre in Spanien lehrte, bis ihn Geshe Kelsang abberief) und Kelsang Samten (ein indischer Mönch, der früher Leiter des NKT-Lehrerausbildungsprogramms war). Alle wurden vor Gründung der NKT vollordiniert. Geshe Kelsang, der im Kloster Sera ordiniert wurde, wurde 5 Jahre nach Gründung der NKT aus der Sangha seines Klosters formell ausgeschlossen.[57]

Der Vinaya mit seinen Regeln, die u.a. das eigene ethische Verhalten, die Ordination, den Umgang mit Konflikten und das gemeinschaftliche Verhalten der Ordinierten bestimmen, wird in der NKT nicht unterrichtet. Die Linie der Ordination von Novizen (tib. Getsul) und die der vollen Ordination (tib. Gelong) wird nicht fortgesetzt. Während der Vinaya sehr präszise beschreibt wann Gelübde gebrochen sind, was zum Ordensausschluss führt, wie mit Fehlern in der Ethik umzugehen ist oder man die Ordination beendet werden NKT Ordinierte in diesen Dingen nicht unterrichtet. Kritiker sehen dies als einen Widerspruch zum eigenen Anspruch, die „reine Tradition“ „vollständig“ zu halten, denn buddhistische Schriften bezeichnen den Vinaya auch als „die Wurzel" oder die "Essenz der Lehre des Buddha“.

Geshe Kelsang argumentiert, dass er die 10 Gelübde für NKT Ordinierte (Mönche und Nonnen) schuf, damit die NKT Ordination passend für das Leben in der modernen westlichen Welt sei und dass ein geschickter Praktizierender lernen könne, die Vinaya in die 10 Gelübde einzubringen. Er behauptet zudem, die Regeln der NKT Ordination würden den Prajanamaramita Sutras entspringen. Geshe Kelsang bemerkte in der Vergangenheit zudem, dass der Lamrim, wie er ihn in seinem Buch Freudvoller Weg lehrt, auch als der Vinaya für NKT Praktizierende verstanden werden könne.

Dachorganisationen von Ordinierten, wie die Australian Sangha Association (ASA) und die Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft (DBO) als auch der Gelehrte Geshe Tashi Tsering(1),(2) haben sich gegen diese Behauptungen Geshe Kelsangs positioniert und weisen sie als irreführend zurück. Die DBO erklärte z.B. im Mai 2014 in einer öffentlichen Stellungnahme:

Die DBO legt Wert darauf klarzustellen, dass die Protestierenden der Neuen Kadampa Tradition (NKT) keine buddhistischen Mönche und Nonnen gemäß den Ordensregeln des Buddha sind und ihr öffentliches Verhalten weder den Buddha, noch seine Lehre (Dharma) oder die buddhistische Gemeinschaft (Sangha) repräsentiert.

Gemäß NKT leben in der Neuen Kadampa Tradition über 500 Mönche und Nonnen.[39]

Rezeption der Neuen Kadampa Tradition

Rezeption innerhalb der internationalen buddhistischen Gemeinschaft

Die NKT erhielt mit den von ihnen über die Dorje Shugden Supporter Community (SSC) organisierten weltweiten Demonstrationen gegen die Stellungnahmen und Empfehlungen des Dalai Lamas zur Dorje Shugden Praxis internationale Aufmerksamkeit, sowohl von der internationalen Presse als auch von Buddhisten. Unter Buddhisten stieß vor allem die von der NKT entfaltete verzerrende Polemik und die Anschuldigungen gegenüber dem Dalai Lama – einer unter Buddhisten und Nicht-Buddhisten hoch respektierten Persönlichkeit – auf Ablehnung und Gegenkritik. Von der NKT wurde dem Dalai Lama auf Plaketen vorgeworfen zu lügen („Bitte Dalai Lama verbreite keine Lügen“), Schaden anzurichten („Your smile charms, your action harms“), intolerant zu sein und die Religionsfreiheit zu untergraben. Geshe Kelsang beschuldigte den Dalai Lama dabei öffentlich mit seinem „Verbot der Shugden Praxis“ sich „als alleiniger Führer aller tibetischen Traditionen“ etablieren zu wollen „um das spirituelle Leben aller Praktizierenden des tibetischen Buddhismus kontrollieren zu können“.[40]

15 Äbte und Lehrer (Geshes) aus Geshe Kelsangs ursrünglichen Kloster, Sera Je Dratsang (jetzt in Südindien) schrieben daraufhin einen offenen Brief gegen Kelsang, schlossen ihn aus der Gemeinschaft aus, nannten ihn einen Apostaten und verglichen ihn mit Mohammed von Gazni.[41]

Innerhalb der internationalen buddhistischen Gemeinschaft ist die NKT weitgehend isoliert und wenig anerkannt. Das liegt sowohl an der Ablehnung durch buddhistische Autoritäten - so zählen zu den Kritikern der NKT so bekannte Größen wie der Dalai Lama[42] oder Namkhai Norbu Rinpoche[43], als auch an der islolatorischen Tendenz der NKT, die ihre Zuflucht ausschließlich auf Geshe Kelsang Gyatso – als ihren Spirituellen Führer (Spiritual Guide), seine Bücher, seine Zentren, seine Ordination, seine Lehrer und Anhänger baut. Zudem werden andere Bücher, traditionelle Ordensangehörige, wie Novizen (tib. Getsul) und vollordinierte Mönche (tib. Gelong, pali: Bhikkhu) und Nonnen, oder buddhistische Lehrer, wie Geshes oder Rinpoches in ihren Zentren als Quellen geistiger Inspiration bzw. buddhistischer Autorität nicht akzeptiert. Tulkus sind nach NKT Satzung nicht zugelassen. Weitere Gründe für die kritische Distanz sind:

  • Die Machtstrukturen und Vorgehensweisen innerhalb der Organisation führten zum Vorwurf der Sekte bzw. des Kults[44]
  • Manche Handlungsweisen Geshe Kelsangs wurden als fanatisch empfunden[45]
  • Vereinfachung der Ordinationslinie und damit einhergehend eine Abspaltung von der buddhistisch-monastischen Gemeinschaft (Sangha) und ihrer demokratisch angelegten korrektiven Möglichkeiten
  • Praxis der umstrittenen „Schutzgottheit“ Shugden

Als die NKT 1998 Mitglied des British Network of Buddhist Organizations (NBO) wurde, traten nach Waterhouse 30% der buddhistischen Gruppen aus der NBO aus, die sich mit dem Tibetischen Buddhismus identifizierten.[46]

Rezeption unter den Anhängern der Neuen Kadampa Tradition

Anhänger der NKT schätzen besonders die klare und systematische Präsentation des NKT Studien- und Lehrprogramms und empfinden Geshe Kelsang und die NKT Präsentation als hoch inspirierend. Die meisten Studenten der NKT können die Kritik an der NKT nicht nachvollziehen und sind für die klare, einfach verständliche und schnörkellose Präsentation sehr dankbar.

Ein ehemaliges, kritisches Mitglied der NKT erklärte:

Durch das starke Sendungsbewusstsein wurde die ganze Kritik von außen gar nicht verstanden. Man deutete sie als Neid und Konkurrenzdenken der anderen. Angriffe von außen schweißten die Gemeinschaft in ihrem Ringen um den ‚wahren, reinen Dharma‘ noch mehr zusammen.[47]

Gegenwärtige Schüler Geshe Kelsangs, die erst in jüngerer Zeit auf ihn bzw. die NKT stießen haben kein oder kaum ein Gewahrsein für die Historie der NKT und „gehen davon aus, dass die Gründung der NKT schon immer die Absicht von Geshe Kelsang war, da er ein ‚erleuchtetes Wesen‘ ist“.[48] Während Geshe Kelsang in den 1990er Jahren als „Dritter Buddha“ betrachtet wurde wird er in den letzten Jahren von ihnen als „Manifestation Je Tsongkhapas“ und „vollendeter“ bzw. „voll verwirklichter“ Meditationsmeister verehrt. „Das ausschließliche Verlassen auf Geshe Kelsang, zu dem innerhalb der NKT ermutigt wird, wird von seinen Texten abgeleitet mit der Behauptung, sie seien ‚Schriften, eine Emanation des Geistes des heiligen Wesens‘[49].“[50] Er wird von ihnen auch wie folgt beschrieben:

Dieser bemerkenswerte Lehrer inspiriert so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern, weil er durch sein eigenes Beispiel unterrichtet. Er ist ein bescheidener buddhistischer Mönch, der sein Leben der Aufgabe widmet, Menschen überall auf der Welt zu helfen, wahres Glück in ihren Herzen zu finden.[51]

Die NKT beruft sich darauf, dass mit Geshe Kelsang Gyatsos Kommentar zum Lamrim (Buch: „Der freudvolle Weg“) und zweier Texte zur Geistesschulung (tib. Lodschong), dem Vajrayana Mahamudra (das Tantra von Heruka/Vajrayogini) und einem Kommentar zur Natur des Geistes (tib. Lorig), die essentiellen Punkte der Überlieferung präsent seien und behaupten seine 19 Bücher seien die: „vollständigste und systematischste Präsentation des buddhistischen Pfads zur Erleuchtung, die in irgendeiner westlichen Sprache erhältlich ist.“[52] Zudem machen sie geltend, dass die Praxis von Shugden wesentlich vom tibetischen Lama Pabongkha Rinpoche und dem „Wurzel-Guru“ Geshe Kelsangs – Trijang Rinpoche, der auch der jüngere Tutor des Dalai Lama ist – betont und etabliert wurde und somit berechtigter Weise Inhalt der NKT sei.

Rezeption im deutschsprachigen, buddhistischen Raum

Der Antrag zur Aufnahme in die DBU durch das Dipankara Zentrum in Berlin, ein NKT-Hauptzentrum in Deutschland mit ca. 15 Zweigzentren, wurde von den Mitgliedern der DBU nicht akzeptiert und im Jahre 2000 abgelehnt. „Die Schweizer SBU hat die Gruppe von Geshe Kelsang zwar aufgenommen, sie aber in ihren Rechten beschnitten. Die NKT darf bei den buddhistischen Eidgenossen keine Vertreter in den Vorstand entsenden. In Österreich hat die NKT um eine Aufnahme in die ÖBR nicht einmal angesucht, zu deutlich war signalisiert worden, dass diese kaum wahrscheinlich sei.“[42]

Kritik von ehemaligen Mitgliedern

Bunting berichtet 1997 von Schwierigkeiten, die frühere Mitglieder mit der NKT hatten. Sie berichtet, dass die NKT eine Familie ausschloss, weil sie die „Totale Abhängigkeit von Kelsang“ hinterfragten, dass sie ein Mitglied hinaus warfen, weil es den Dalai Lama lobpreiste und ein anderes Mitglied bedroht hätten, gerichtlich gegen es vorzugehen, wenn es seine Sorgen bezüglich der Bewegung veröffentlichen würde. Sie stellte fest, dass die Organisation sich dadurch von Kritik entlastet, indem sie die Schuld auf das anders denkende Mitglied zurückwirft.[35] Bei Interviews mit aktuellen NKT-Mitgliedern stellte Bluck 2006 fest: „Interviewte weisen solche Behauptungen energisch zurück und beschreiben sie als von verärgerten Ex-Schülern herrührend, deren Aussagen voreingenommen sind.“[53]

Ein ehemaliges Mitglied der NKT beschrieb seine Erfahrungen in einem Zeitungsinterview mit einem buddhistischen Magazin im Jahr 2006 wie folgt:

In den Veranstaltungspausen führten die Lehrer gezielt Einzelgespräche mit den Teilnehmern. Darin betonten sie die hohe Qualität der NKT, und häufig fielen die Worte ‚rein‘, ‚reine Lehre‘. Durch den Tunnelblick und die Fixierung auf ‚meine Tradition, meinen Lehrer, mein Dharma‘ wurde eigenes Denken unterdrückt. Das geschah wie von selbst, über Gruppendynamik und Selbstzensur, allerdings untermauert durch die Unterweisungen. Die Lehrer sagten: ‚Wenn ihr den Lehrer aufgebt, gebt ihr alle Buddhas auf.‘ Die Konsequenz war, dass du deine Höllenexistenz quasi schon gebucht hattest, wenn nur der leiseste Zweifel an Geshe Kelsang Gyatso aufkam. So wurde der Dharma benutzt, um Ängste zu schüren und die Eigenverantwortung und Wahlfreiheit außer Kraft zu setzen. Es geschah nicht über flammende Reden oder plumpe Einschüchterungsversuche … Heute weiß ich: Wenn man sich auf das System NKT einlässt, nimmt man sich selbst die Freiheit, und das ist für mich das Gegenteil von dem, was der Buddha gelehrt hat.[42]

Ehemalige Anhänger der NKT haben Selbshilfeforen wie die New Kadampa Survivors (mit mehr als 1.300 Mitgliedern) gegründet und Erfahrungsberichte im Internet veröffentlicht – z.B. auf dem Buddhism Controversy Blog der der Facebook Gruppe New Kadampa Survivor Testimonies.

Inform – Informationsnetzerk für Religiöse Bewegungen (England)

Inform, eine akademische gemeinnützige Organisation mit Sitz an der London School of Economics (LSE), betreibt Forschungen, Konferenzen publiziert und informiert zu Kulten, Sekten, Neuen Religiösen Bewegungen und nichtkonventionellen Religionen. In England ist Inform vor allem als Auskunftsstelle für die Britische Regierung, Akademiker, Journalisten und ehemalige Mitglieder von Neuen Religiösen Bewegungen relevant.

Inform ist besorgt, dass diejenigen, die der NKT beitreten, sich nicht immer bewusst darüber sind, dass sie sich durch ihren Beitritt von der Mehrheit der tibetisch-buddhistischen Gemeinschaft isolieren könnten. In einem ihrer Flyer, »Extremismus auf dem Unigelände« (Extremism on Campus, PDF), nennt Inform die NKT zusammen mit anderen kontroversen Gruppen, wie Scientology, insgesamt drei mal. Seit 2010 erhielt Inform – bis auf eine einzige Ausnahme – mehr Anfragen zur NKT als zu Scientology (siehe: Annual Reports).  ■


Kritische Artikel

Quellen

  1.  www.kadampa.org [1]
  2. Berliner Zeitung, 28.01.2000,[2]
    2b Thierry Dodin: »The NKT can be described typologically as a cult on the basis of its organisational form, its excessive group pressure and blind obedience to its founder. The organisation’s extreme fanaticism and aggressive missionary drive are typical cult features too.« The Dorje Shugden Conflict: An interview with Tibetologist Thierry Dodin, 8. Mai 2014. Auch ehemalige Schüler der Gruppe äußerten mehrfach den Vorwurf, dass die NKT eine starke Sektenstruktur habe. Siehe z.B. »NKT Survivor« testimonies…, New Kadampa Survivors Forum
  3.  Tibetan and Zen Buddhism in Britain: Transplantation, Development and Adaptation by David N. Kay, London and New York, Routledge Curzon (2003), ISBN 0-415-29765-6, S. 56,57
  4.  The Manjushri Institute charity registration number: 271873, Trust Deed, July 1976, 1
  5.  Kay S. 56,57
  6.  BBC (bbc.co.uk), The New Kadampa Tradition (PDF)
  7.  Kay S. 56,57
  8.  a b c d Modern Day Kadampas - NKT Broschüre, siehe [3]
  9.  Daniel Cozort, The Making of Western Lama in "Buddhism in the Modern World", ISBN 0195146980, S.247
  10.  Modern Day Kadampas - NKT Broschüre siehe [4]
  11.  Kay S. 53,56,77
  12.  Kay S.38, 83
  13.  Daniel Cozort, The Making of Western Lama, S.230
  14.  a b c d e f g h i j k l Kay S. 61,62,63,64
  15.  Kay page 73
  16.  a b Kay page 59
  17.  Kay S. 76
  18.  Kay S. 77
  19.  Kay page 67
  20.  Kay S. 76
  21.  Geshe Kelsang Gyatso, public post at Google Groups, Dec 1 1997, [5]
  22.  Letter From Geshe Kelsang Gyatso to Chris Fynn, 19 December 1997
  23.  The New Kadampa Tradition, charity registration number: 2758093, Oktober 1992 "designed to study and experience Geshe Kelsang's presentation of Buddhism" (Kay S. 233
  24.  a b Kay pages 88,89
  25.  Kay Seite 74, siehe Zitate von NKT Quellen: S. 84, 95, 97
  26.  NKT Broschüren vor Juni 2006 and NKT-Internetseiten ([6], [7])
  27.  NKT magazine Full Moon, Spring 1995, Gen Kelsang Thubten, Nachfolger von Geshe Kelsang zu dieser Zeit
  28.  Offizielle NKT Webseite, Stand July, 2006 [[8]]
  29.  Kadampa Tradition, von der offiziellen NKT Webseite, Stand July, 2006 [[9]]
  30.  www.kadampa.com [10]
  31.  a b c Kay S. 95,96
  32.  NKT Magazin Full Moon, Nr. 8 Herbst 1993
  33.  NKT Magazin Full Moon, Nr. 6, Winter 1992
  34.  NKT Magazin Full Moon, Nr. 7, Frühling 1993
  35.  a b c Bunting, Madeleine, Special Report - Shadow boxing on the path to Nirvana, The Guardian - London, 1996, [11]
  36.  a b Offizielle NKT Tempel-Seite, [11]
  37.  Hotel Kadampa, "Ein Ort der Träume", [12]
  38.  Kadampa Meditation Center, Hotel und Cafe; [13]
  39.  www.kadampa.com [14]
  40.  Geshe Kelsang Gyatso, öffentliches Post auf Google Groups, 1. Dez. 1997, [15]
  41.  Michael von Brück: Religion und Politik im Tibetischen Buddhismus, ISBN 3466204453, © Kösel Verlag, München 1999, Seite 159
  42.  a b c »Ursache und Wirkung«, No. 56, Seite 73
  43.  u.a. "A Spirit of the XVII Secolo", Raimondo Bultrini, Dzogchen Community published in Mirror, January 2006
  44.  Kay S. 38, 83; BBC London, The New Kadampa Tradition, Jan. 2008, (PDF); »Ursache und Wirkung«, No. 56, Seite 73,77; Sera Expulsion Letter; The Guardian, July 6, 1996 [16]; Newsweek, April 28, 1997 [17], TAZ, Spirituelle Ruhe, 29.01.2001: »Der Sektenbeauftragte der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, Thomas Gandow, sieht in der Kadampa-Tradition eine Sekte des tibetanischen Buddhismus, die innerhalb des Buddhismus völlig isoliert sei.«
  45.  Kay S. 38, 83; "Chökor" (Buddhistisches Magazin) Nr. 25, 1998, S. 50;
  46.  Waterhouse 2000, Oliver Freiberger, Department for the Study of Religion University of Bayreuth, Germany [18], Kay page 213
  47.  Ursache und Wirkung, Nummer 56, Juni 2006
  48.  Kay S. 83
  49.  NKT Magazin Full Moon, Winter 1995
  50.  Kay S.94
  51.  Offizielle NKT website, [19]
  52.  Werbung des Tharpa Verlages
  53.  Bluck, Robert "British Buddhism" 2006 : 148
  54.  British Buddhism Teachings, Practice and Development by Bluck, Robert, ISBN 0-415-39515-1, Publisher: RoutledgeCurzon
  55.  Waterhouse 1997: 174
  56.  Bluck Robert, British Buddhism - Teachings, Practice and Development, page 144, RoutledgeCurzon Press, ISBN 0-415-39515-1
  57.  Donald S. Lopez, Jr., Prisoners of Shangri-La, ISBN 0-226-49310-5, University of Chicago Press, page 195

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Neue Kadampa Tradition aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Vor der Nutzung der deutschen Wikipedia in Bezug auf Tibet wird von Wissenschaftlern, wie Prof. Dr. Schuh, ausdrücklich gewarnt. Dieser Beitrag wurde geprüft, korrigiert und überarbeitet.

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Kelsang Gyatso (NKT)

Geshe Kelsang Gyatso (Wylie: Bskal-bzang Rgya-mtsho) ist ein Gelehrter der Gelug-Tradition des tibetischen Buddhismus, Gründer der Neuen Kadampa Tradition und Autor von ca. 20 buddhistischen Büchern, der 1931 in Tibet geboren wurde.

Es gibt kaum verlässliche biografische Details zu Kelsang Gyatso und häufig widersprechen sich Details.

Inhaltsverzeichnis

Kurze Biografie

Geshe Kelsang Gyatso

Auf der Rückseite des Fotos steht: „Im Jahr 1986 besuchte Geshe-la Tibet, um den Wiederaufbau des Nyamring Klosters, indem er ordiniert wurde, zu überwachen. Das Foto wurde in Lhasa im Haus eines Freundes von Geshe-la aufgenommen.“

Gemäß eines von der NKT veröffentlichten YouTube Videos wurde Kelsang Gyatso am 4. Juni 1931 in Yangcho Tang, Ost-Tibet, geboren und im Alter von 8 Jahren zum Mönch ordiniert. Eine veröffentlichte tibetische Quelle gibt an, er sei in Toe Ngamring, nahe Shigatse in Tsang, im Südwesten von Tibet geboren.

Keslang Gyatsos Geburtsname ist Lobsang Chuponpa. Der Name seiner Mutter Lhagchung und der seines Vaters, der vermutlich 1903 oder 1905 geboren wurde, ist Norbu Chuyulpa. Er hat einen Bruder und zwei Schwestern. Seine ältere Schwester heißt Dekyi, die jüngere Kunchok Chonyi und seine Nichte heißt Ngawang Dolker. Der Onkel Kelsang Gyatsos ist Choyang Duldzin Kuten Lama, ein Shugden Orakel.

Kelsang Gyatso behauptet die Inkarnation seiner Mutter in der Tochter seiner Englischen Schüler Ruth und Ron Lister gefunden zu haben.[1]

Im Jahr 1939 wurde er im Ngamring Jampaling Kloster in Südwest Tibet, Shigatse, ordiniert. Nach eigener Aussage studierte er zuerst in diesem lokalen Kloster, Jampaling, und später im Tashi Lhunpo Kloster. Nach seiner Flucht aus Tibet setzte er seine Studien an der großen Klosteruniversität Sera-je im indischen Exil fort.

Kelsang Gyatso beansprucht den Titel eines Geshe. In einer Dokumentation der „tibetischen Exilregierung“ (TGIE) zur Dorje Shugden Kontroverse wird er aber als „Selfmade Geshe“ bezeichnet. In einem Brief an Inform schrieb Kelsang Gyatso im Jahr 2008, dass er mit Änderungen des formellen Ablaufs der Geshe-Titel Vergabe durch das Sera Je Kloster nicht einverstanden gewesen sei, er aber seine „Geshe-Zeremonie“ im Kloster Sera Je abgehalten habe – „verbunden mit ausgiebigen Darbringungen an tausende von Mönchen“. Ihm sei ein weißer, zeremonieller Schal (khatag) überreich worden, der darauf hinweise, er sei nun ein Geshe.

Gemäß NKT Quellen verbrachte er beinahe 20 Jahre in Meditations-Retreats (mit Unterbrechungen) in den Ausläufern des Himalaja. Diesen Behauptungen widersprechen einige Quellen.[1]

Im Jahre 1977 nahm er eine Einladung an, in Lama Thubten Yeshes FPMT-Zentrum "Manjushri Institut" in England, Ulverston das „Allgemeine Programm“ zu lehren.

Lama Thubten Yeshe war der Spirituelle Leiter des Manjushri Instituts und installierte zusätzlich einen zweiten Geshe, der ein zwölfjähriges Geshe-Sudienprogramm leitete. Geshe Kelsang und seine Schüler spalteten sich von der FPMT ab und übernahmen schließlich im Jahre 1991 das Manjushri Zentrum. Im Jahr 1991 gründete er die Neue Kadampa Tradition.

Geshe Kelsang Gyatso wurde im Jahre 1982 britischer Staatsbürger. Am 22. August 1996 wurde er aus der Gemeinschaft (Sangha) seines Klosters Sera Je ausgeschlossen.

Der hauptsächlicher Lehrer Kelsang Gyatsos im indischen Exil war Geshe Lhundup Sopa. NKT Studenten ist dieser Fakt weitgehend unbekannt. Als hauptsächlichen Lehrer und seinen „Wurzel-Guru“ gibt Kelsang Gyatso Trijang Rinpoche an. Obwohl Kelsang Gyatso es mehrfach bestritt, versichern verchiedene tibetische Quellen – u.a. Geshe Tashi Tsering –, dass auch der Dalai Lama zu seinen Lehrern zählt.  ■


Quellen

  • Belither, James. Modern Day Kadampas: The History and Development of the New Kadampa Tradition. New Kadampa Tradition.
  • Bluck, Robert (2006). British Buddhism Teachings, Practice and Development. RoutledgeCurzon, ISBN 0-415-39515-1
  • Kay, David N. (2004). Tibetan and Zen Buddhism in Britain: Transplantation, Development and Adaptation. London and New York: Curzon Press. ISBN 0-415-29765-6
  • Lopez Jr, Donald S. (1998). Prisoners of Shangri-La: Tibetan Buddhism and the West. University of Chicago Press, ISBN 0226493105
  • Michael von Brück: Religion und Politik im Tibetischen Buddhismus. Kösel Verlag, München 1999, ISBN 3466204453
  • Biografie von Carol McQuire & Tenzin Peljor auf www.info-buddhism.com

Fußnoten

[1] Open Letter from Sera monastery, signed by different Khangtsens, undated. To Tibetan Buddhists around the World …

Kritische Dokumentation 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Geshe Kelsang Gyatso aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Vor der Nutzung der deutschen Wikipedia in Bezug auf Tibet wird von Wissenschaftlern, wie Prof. Dr. Schuh, ausdrücklich gewarnt. Dieser Beitrag wurde geprüft, korrigiert und überarbeitet.

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Hinweis

[*] Einige Inhalte von Webseiten sind verloren gegangen. Wo es möglich war, wurden Links im Januar 2010 aktualisiert. Links in Quellen/Referenzen wurden jedoch nicht aktualisiert. Bei Bedarf kann man Quellen, die auf dem Inhalt nicht mehr existenter Webseiten beruhen, über waybackmachine recherchieren. [↑] 

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Einige Dokumente und Ressourcen zur Neuen Kadampa Tradition

Einige kritische englischprachige Quellen

Unabhängige wissenschaftliche Recherche zur Neuen Kadampa Tradition

  • Für eine neutrale Auskunft zur Neuen Kadampa Tradition kann man sich an INFORM, gegründet von Prof. Eileen Barker, wenden.