Tibetischer Buddhismus im Westen

Fakten, Hintergründe, Standpunkte

 

Colin Goldner: »Speichellecken und Scheissefressen«


Das Oberlandesgerichts Wien kam 2002 zum Urteil, es sei nicht falsch, Colin Goldner als ›verblendeten Fanatiker‹ zu bezeichnen, dessen Blick auf Tibet und die Tibeter ›rassistisch‹ sei. Wie kam es zu diesem Urteil?

In »Dalai Lama - Fall eines Gottkönig« schreibt Colin Goldner über Tibet, die Tibeter, den Buddhismus und den Dalai Lama. Wenn der Friedensnobelpreisträger lehrt und spricht, sagt Goldner niemals, er lehrt oder spricht, sondern immer er »faselt« (S. 350), »schwadroniert« (S. 182), gefällt sich in »penetranter Weise« (S. 182), gibt »abgedroschene Plattitüden« von sich, »grinst dämlich«, »agiert autistisch anmutend« (S. 410), »lacht wirr« (S. 411) sei möglicherweise »psychisch auffällig« (S. 412), habe eine »penetrante Art« (S. 139), belege »abgrundtiefe Ignoranz« (S. 83), zeige »maniriertes Dauergegrinse« (S. 407), setze in »wichtigtuerischer Manier« fort (S. 296).

Buddhistische Belehrungen werden als »Nonsens« (S. 185), »Schwachsinn« (S. 410), »Anleitung zu kollektiver Halluzination« (S. 408) bezeichnet.

»Buddhismus ist eine Religion, die schon das Lächeln einer Frau dämonisiert« (S. 76). Er »basiert auf einer pathologischen Aggression gegen alles Lebendige« und hat eine »prinzipiell lebensverneinende Haltung, die sich ausschließlich um Krankheit … und Tod dreht«. (S. 168)

Tibetischer Buddhismus sei ein »kollektives Wahnsystem«, in dem »Speichelecken und Scheißefressen« für einen »Ausdruck höheren Bewußtseins gehalten wird« und bei dem die Menschen, insbesondere der »Dalai Lama selbst die Gefickten« sind (S. 169).

In buddhistischen »Klöstern werden systematisch geistes- und seelenverkrüppelte Menschen herangezogen« (S. 77).

Das heutige »Interesse am tibetischen Buddhismus« hat seine »Wurzeln in der flächendeckenden Nazipropaganda« (S. 89).

In der buddhistischen Zeitschrift Ursache&Wirkung Nr. 31, 1/2000, S. 72–73 war das Buch Goldners in ebenso polemischen Stil rezensiert worden, als es selbst geschrieben ist.

Colin Goldner klagte gegen die Zeitschrift Ursache&Wirkung bezüglich folgender drei Passagen, die in dem kritischen Artikel erschienen waren:

  1. »Sie (Colin Goldner) schreiben über die Probleme Tibets, wie ein überzeugter Neo-Nazi wohl über die Probleme Israels schreiben würde.«
  2. »Der klinisch-psychologische Blick Goldners ist eindeutig rassistisch. So wie Nazis die Juden verunglimpften und nichts, aber schon gar nichts Menschliches und Liebenswertes an ihnen ließen, geht Goldner mit den Tibetern um.«
  3. »Ich bin überzeugt, Sie glauben, was Sie schreiben: wenn ich Sie lese, sehe ich einen verblendeten Fanatiker.«

Während Goldner vor dem Handelsgericht und dem Oberlandesgericht Wien in den ersten Instanzen noch teilweise recht bekommen hatte, wurden in letzter Instanz sämtliche Klagen Goldners abgewiesen. Die Urteile waren ausführlichen begründet worden.

Die Auszüge aus Goldners Buch seien zu Recht als »vulgär vereinfachend« zu bezeichnen, »sodass ihnen mit umso schärferer Kritik begegnet werden darf.« »Auch die unbestrittene pauschale Bezeichnung der Tibeter als menschenverachtend, raffgierig und skrupellos durch den Antragsteller (Goldner A.d.R.) lässt die Beurteilung seiner Beschreibung der Tibeter als rassistisch und damit auch den Vergleich mit der Sicht des Nazis über die Juden zu.«

Redaktion Ursache&Wirkung,
www.ursache.at

 

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